— — a serpent arm’d
With mortal sting: about her middle round
A cry of hellhounds never ceasing bark’d
With wide Cerberean mouths, full loud, and rung
A hideous peal, yeth when they list would creep,
If ought disturb’d their noise, into her womb,
And kennel there, yet there still bark’d and howl’d
Within unseen — —
Milton.
Von allem was den Menschen heilig ist,
Bleibt nichts dem schnöden Spötter unbeslekt,
Dem Unverschämtheit statt der Mannheit ward,
Statt Geist und Herz nur Wiz und Aberwiz.
Sein scheeler Blick ist blind fürs Morgenroth,
Und für der Wahrheit Stral, er weinte nie
Der Liebe Thränen in der Freundin Schoos,
Denn Freundschaft, Liebe, Wahrheit und Natur,
Mut, Freiheit, Vaterland, Religion,
Sind ihm ein leerer Schall! — das sind sie nicht,
Sie sind ihm Mißton, wie der Geige Klang
Dem Hunde! denn er fühlt im Innersten,
Er sei ein Schalk, und weil ein Schalk er sei,
Verdien’ er so verworfen wie er ist
Zu seyn. Allein verworfen wie er ist,
Schlug ihm doch einst ein Herz, so feig es auch
Ihm schlug, und gleich getretnen Würmern wand
Sich die Empfindung, eh er sie zertrat.
Nun wittert er Verwesung in der Brust,
Und zagt und tobt, verachtet sich, und haßt
Den Menschen, neidet, was er selbst verlor,
Dem andern, hüllt in Lächeln seinen Groll
Und übertüncht sich wie ein Grab. Fleuch fern
Von ihm, o Jüngling, dem aus offnem Blick
Die freie Seele stralt, o fleuch den Gift
Der von der Zung’ und aus dem Kiel ihm treuft!
Er wird im männlichen Gespräche dich
So wenig wie im Feld mit offner Brust
Bestehn, allein ein halbes Wort, ein Blick
Der schielend dich bedaurt, sein Lächeln das
Wie Mehlthau deiner Unschuld Rosenschaam
Anstekt, beginnet leise schon sein Werk.
Bald reutet er, zuerst mit schlauer Hand,
Die Blume des Gefühls aus deiner Brust,
Und streut den Samen seiner Nesseln aus;
Wenn nun in deiner Brust sein Unkraut scheußt,
Dann ist es aus mit dir, die Unschuld flieht
Mit nassen Wangen, wahre Freuden fliehn,
Mit ihr, und jedes mächtige Gefühl
Das deine Seele hub, Die Wahrheit scheint
Dir Vorurtheil, die Lieb ein Mährchen, tode
Die heilige Natur, das Vaterland
Ein Traum, und Freiheit Fieberfantasey,
Und was Religion? du bist allein
Dir Wahrheit, Vaterland, und Freund und Gott!
O Jüngling, scheu den Bösewicht, dem nichts
Im Himmel und auf Erden heilig ist!
Die Traufe seines kalten Spottes wird
Dir Gift, wofern sie dir nicht Gräuel ist,
Der Spötter ist der frechen Fliege gleich,
Die nicht der Jungfrau reinen Busen schont,
Und in dem Tempel den Altar beslekt.
O deutscher Ernst, wo bist du hingeflohn?
Es kannten unsre biedre Väter nicht
Den Spott des Heiligen, der ihre traf
Den Narren, laut wie seiner Schelle Klang.
Des Britten Stolz und Frankreichs Eitelkeit
Erzeugte und gebar dies Schandgezücht,
Und ach! des Deutschen Thorheit säugt und wiegt
Das Ungeheur, kein deutscher Name nennt’s,
Denn seine Mutter nannt es Persifflage.
