Einst kannt’ ich nicht der Liebe Macht;
An Daphnens Aug’ und Rosenwangen
Blieb nie mein Auge sehnend hangen.
Weh mir! da war es lauter Nacht
In meiner trägen Seele.
D’rauf sagte Daphne: wag’ es nicht
Mir nachzuschleichen in den Garten!
Ich wagt’s; sie schien mich zu erwarten.
Wohl mir! da ward es Morgenlicht
In meiner wachen Seele.
Jüngst, als sie unter Rosen lag,
Ließ ich mich furchtsam bei ihr nieder;
Ich küßte sie, sie küßte wieder.
Heil mir! da ward es heller Tag
In meiner frohen Seele.