Gebt mir zu trinken!
Was in den Sternen ſteht, kann man nicht ändern,
Doch man vergißt es bei der Gläſer Blinken.
Werde nicht irre
Am dunkeln Liebesräthſel! Sinn’ und harre,
Bis ſichs dir lieblich wie ihr Haar entwirre.
Beim Zitherklimpern
Bitt’ ich dich halb zu wachen, halb zu ſchlummern;
Thu auf dein Ohr, und ſchließe feſt die Wimpern.
Beim Zitherklimpern
Bitt’ ich dich halb zu wachen, halb zu ſchlummern;
Thu auf dein Ohr, und ſchließe feſt die Wimpern.
Treue aufs Leben!
Und ſoll mir, Liebſte, das von dir nicht werden,
So woll’ ein Stündchen Glückes denn mir geben.
Zweig der Zipreſſen!
Weil ich ſolang von mir nichts hören laſſen,
So meinſt du wol, ich habe dich vergeſſen.
O Gott, wie mir gefällt die blaue Farbe!
Weil drein ſich kleidet Himmel ſamt dem Meere,
Weil drein ſich kleidet mein geliebter Knabe.
Eins Nachts gieng ich vorüber deinem Häuschen,
Doch deine Mamma ſah ich an dem Fenſter;
Ich gieng vorüber ſtill alswie ein Mäuschen.
Ihr Junggeſellen, wollt ihr euch beweiben?
Es iſt ein Schiff von Jungfern angekommen,
Zehn für ’nen Dreier wie die trocknen Feigen.
Gekommen iſt ein Brief von Engelande,
Ein Schmetterling hat ihn gebracht im Munde,
Drin ſtand, gefallen ſei Malbrough im Kampfe.
Wie ſchmerzt es mich, o Liebe, dich zu laſſen!
Ich habe dich gekannt im Wickelkiſſen,
An meinen Blicken biſt du groß gewachſen.
Und wenn der Papſt ganz Rom mir wollte ſchenken,
Und ſagte: laß dein Lieb aus den Gedanken!
Ich ſagte: Halt! ich will mich erſt bedenken.
Eine ſchöne Schönheit kann man dich nicht nennen,
Ein garſtiges Geſicht biſt du noch minder,
Du biſt mein artig Mohrenköpfchen eben.
O Blütenriſpe!
Vor deinem Haus hab’ ich gethan ein Räuſpern,
Nun thu’ ich zu dem Räuſpern noch ein Wiſpern.
Eins Nachts gieng ich vorüber deinem Häuschen,
Doch deine Mamma ſah ich an dem Fenſter;
Ich gieng vorüber ſtill alswie ein Mäuschen.
Warm Waſſer, ſchaler Wein, ein ſchlecht Getränke!
Ehr möcht’ ich Liebſchaft machen mit ’nem Schranke;
O Jungfer, ihr ſeid gar zu ungelenke.
Die Sonne mit dem Monde machte Frieden,
Frieden der König mit der Kaiſrin Gnaden;
So wollen wir’s auch, wenn es Gott beſchieden.
Und wenn der Papſt ganz Rom mir wollte ſchenken,
Und ſagte: laß dein Lieb aus den Gedanken!
Ich ſagte: Halt! ich will mich erſt bedenken.
All Nacht kommt ihr im Traum zu mir; was habet
Ihr hier zu thun? mein Allerſchönſter, ſaget,
Wer kommt denn euch zu ſtören, wann ihr ſchlafet?
Durch dieſes Gäßchen will ich gehn und ſchreiten;
Und iſt da einer, der mirs will verbieten,
Drei Wetter! den will ich zu Stücken ſchneiden.
