Als die Pferd’ ich trieb zur Weide,
Schlief ich ein am Feldesrain,
Und die Pferde mittlerweile
Gingen in das Korn hinein.
Kam heran des Feldes Eigner,
Und er sprach zu mir voll Zorn:
„Ei du Schelm, sag an, was machst du?
Treibst die Pferde gar in’s Korn!“
Wollt ihr einen Schelm mich schelten,
Mich der bravsten Mutter Sohn?
Ha! wenn das ein Andr’er spräche,
Hätt’ er traun schon seinen Lohn.
Hab’ euch sieben Jahr’ gedienet,
Und ich hab’ euch nichts verdahlt,
Einen Nagel nur vom Rade,
Und den hab’ ich baar bezahlt.
Hab’ euch sieben Jahr’ gedienet,
Sagt, ob ich euch je ’was nahm?
Einmal nur von Quark ein Klösslein,
Und da fiel ich fast mich lahm.
Hab’ euch sieben Jahr’ gedienet,
Sagt, was ich von euch bekam?
Einmal nur ein Sonntagshemde,
Was die Frau mir wieder nahm.
Bin ein wohlgezog’nes Söhnlein,
Will den seh’n, der mich verklagt,
Euer Lieschen ausgenommen,
Und ich weiss, dass die’s nicht sagt.
Wenn sie auch ’was sagen wollte,
Muss sie wohl verschwiegen sein;
Denn sie selbst zur Rosenlaube
Lockte mich zu sich herein.