[Vier Lieder der Maria]Dritter Aufzug. Erster Auftritt.Laß mich der neuen Freiheit genießen,Laß mich ein Kind seyn, sey es mit!Und auf dem grünen Teppich der WiesenPrüfen den leichten, geflügelten Schritt.Bin ich dem finstern Gefängniß entstiegen,Hält sie mich nicht mehr, die traurige Gruft?Laß mich in vollen, in durstigen ZügenTrinken die freie, die himmlische Luft.Eilende Wolken! Segler der Lüfte!Wer mit euch wanderte, mit euch schiffte!Grüßet mir freundlich mein Jugendland!Ich bin gefangen, ich bin in Banden,Ach, ich hab’ keinen andern Gesandten!Frei in Lüften ist eure Bahn,Ihr seid nicht dieser Königin unterthan.Dort legt ein Fischer den Nachen an!Dieses elende Werkzeug könnte mich retten,Brächte mich schnell zu befreundeten Städten.Spärlich nährt es den dürftigen Mann.Beladen wollt ich ihn reich mit Schätzen,Einen Zug sollt’ er thun, wie er keinen gethan,Das Glück sollt’ er finden in seinen Netzen,Nähm’ er mich ein in den rettenden Kahn.Hörst du das Hifthorn? Hörst du’s klingen,Mächtigen Rufes, durch Feld und Hain?Ach, auf das muthige Roß mich zu schwingen,An den fröhlichen Zug mich zu reihn!Noch mehr! O die bekannte Stimme,Schmerzlich süßer Erinnerung voll.Oft vernahm sie mein Ohr mit Freuden,Auf des Hochlands bergigten Haiden,Wenn die tobende Jagd erscholl.