Allgemeines GebetEine Rhapsodie:Zu dir entfliegt mein Gesang, o ewige Quelle des Lebens!O du, von den Lippen danksagender Weisen Jehova gegrüsset,Und Oromazes, und Gott! gleich gross im Tropfen des Thaues,Der hier vom Grase rollt, gleich gross in der Sonne, die rastlosRund um sich an goldenen Seilen glückselige Welten herumführt;Im Wurme, der Einen bestäubeten Aerntetag lebt, und im Cherub,Der alle Naturen durchforscht, seit seiner undenklichen Jugend,Und viele Glieder bereits an der Kette der Wesen verknüpft sieht,Er selbst der oberste, doch in deiner Grösse versinket,(Wie soll ich in menschlicher Rede den Kindern der Erde dich nennen?)O deines unendlichen Weltraums allbelebende Fülle! — —Mit Schaudern versenkt sich in ihn mein Geist in den Tempeln der Wälder,Auf himmelanstrebenden Felsen, am Rande der brausenden Tiefe:Und o! wie verschwindet mir dann die sinnliche Freude! wie werdenMir alle Begierden erhöht! — Du Weltgeist, hier steh ich, verloren,Auf einem Staube des Ganzen, und breite die Hände zu dir aus:Erhältst du, wann einst diess zarte Gewebe des Leibes sich auflöst,Ein höheres Antheil von mir, so soll die Bewunderung deinerMein langes Geschäffte verbleiben, mein langer Gesang.„„