Sanft auf weitem Meeresspiegel
Gleitet hin der junge Schwan,
Tauchet nicht den starken Flügel
In die feuchte Wellenbahn.
Hell sein schneeiges Gefieder,
Wie der lichte Morgenstern,
Schimmert in die Fluthen nieder,
Strahlet auf der Fläche fern:
Bis er frei zum Fluge hebet
Sich empor von dunkler Fluth,
Auf den starken Schwingen schwebet
In des Morgens Rosengluth.
Meiner Zukunft dunkle Weite,
Meines Lebens Wellenbahn,
Hohe Liebe, o! begleite
Du sie wie ein junger Schwan.
Wie sein schneeiges Gefieder
Schimmert durch der Fluthen Nacht,
Leucht aus meinem Geiste wieder
All in deiner hehren Pracht!
Bis im letzten Kampf mir bebet
Durch das Herz der kühle Tod,
Und auf deinen Schwingen schwebet
Meine Seel’ ins Morgenroth!