Nur Wasser entfließet dem Rhein;
Doch fließt auch im Herbste der Wein
Am Rhein von den Reben,
Und ich wohne neben
Dem immerhinfließenden Rhein.
Mein Häuschen liegt Hochheim im Schoos’,
Und nennt man es Hüttchen auch bloß,
So sagt doch ein Jeder:
Der Mann da kennt weder
Den Neid, noch ist Kummer sein Loos.
Und warum kein Kummer mich drückt? —
Weil alles so herrlich mir glückt,
Weil Hügel voll Reben
Und Bäume umgeben
Mein Häuschen, so lieblich geschmückt.
Auch hab’ ich ein Liebchen so hold,
Mir lieber als Mexico’s Gold,
Die denket so sinnig
Und liebet so innig,
Und der bin ich wieder so hold.
So lang’ d’rum Jahr aus und Jahr ein
Die Trauben gedeihen am Rhein,
So lange das Liebchen
Bewohnet mein Stübchen
So lang will ich fröhlich auch sein.