Der grüne Berg im Blumenschmuck,
Wo Silberbäche springen,
Läßt oft von unbekanntem Druck
Die innern Adern klingen.
Da sprengt des Bergmanns starke Hand,
Mit nie gestilltem Streben,
Des Berges grüne Blumenwand,
Zerstört das Frühlingsleben.
Er unermüdet gräbt und kriecht
Bis tief zu dunkler Halle,
Und fördert an das Tageslicht
Verborgene Metalle.
Das Auge aber schaut durch Nacht:
Wo früher Blumen stunden,
Da gähnen jetzt aus dunklem Schacht
Des Berges tiefe Wunden. —
Die grüne Wand ist Jugendlust,
Metall des Mannes Streben,
Der Schacht die wehmuthswunde Brust
Im liebelosen Leben.