Mit den Wolken hergezogen
Bin ich über Meer und Land,
Aus der Heimath weggeflogen,
Wo mein Nest in Blüten stand.
Aber trübe Nebel wallen,
Und mein Frühling ist nicht hier,
Blätter grünen, Blätter fallen,
Und Gespielen fehlen mir.
Doch ein goldnes Sternlein flimmert
Hoch am blauen Himmels-Thron,
Schönes Sternlein, das dort schimmert,
In mein Nestchen schienst du schon.
Könnt ich doch mich luftig schwingen
Zu dem goldnen Stern hinan,
Froh und fröhlich unter Singen
Träf ich dort den Frühling an.
Und es will das Vöglein dringen
Hoffend auf zum Abendstern,
Muthig hebt es seine Schwingen,
Stern und Frühling sind so fern!
Und es sinket, eine Leiche,
Nieder in die kühle Ruh,
Und den Müden deckt die Eiche
Mit den gelben Blättern zu.
