Das BambinoVonAra Celi in Rom.Kapitolinischer Gott, o Jupiter, Schleudrer des Donners,Wer von Tarpeja’s Fels hat dich auf immer verbannt?Sehet dies lächelnde Kind, von himmlischem Glanze umleuchtet,Schlummert es ruhig auf Stroh, über ihm leuchtet ein Stern.Süßer noch als das Gestirn umglänzt es das Auge der Mutter,Sanft gebadet im Thau, kaum entschwundenen Weh’s.Hold-jungfräuliches Weib, du Rose mägdlicher Demuth;Diese Blume, die zart keimet’ im heiligen Schooß,Hat bezwungen allein die sieben ewigen Hügel,Und den Olympier selbst, welcher sie mächtig beschirmt.Wo er donnernd gebot, und der Erdkreis bebend gehorchte,Tönet ein heiliges Lied, Mutter preisend und Kind;Wo vom Todesfelsen hinab der Verbrecher gestürzt ward,Heilet dein Anblick schon Krankheit und bannet den Tod.Hier wo der Zug des Triumphs, von bebenden Sklaven verherrlicht,Waffen und goldnes Geschirr jenem zu Füßen gelegt,Schallet die Stimme des Danks der wieder ins Leben gekehrten,Und der Spender des Heils ist ein schlummerndes Kind.